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| Meine Ausrüstung. |
Letzen Freitag war es wieder einmal soweit und ich bin zu einem neuen Wandertrip aufgebrochen. Pinnel Mountain Trail hieß das Ziel. 27 Meilen (45km) auf einem Gebrigskamm mit vereinzelten Gipfeln. Also immer auf und ab. Ziel war den Trip Freitag mittags zu starten und Samstag Abend zu beenden, damit wir sonntags auf der Strasse zum Trailanfang und damit zu unserem Auto zurückwandern bzw. zurücktrampen können.
Natürlich kam wie immer alles etwas anderst als geplant und ich kann im Vorraus schon sagen, dass dieser Trip wohl für immer in meiner Erinnerung bleiben wird! Denn was sich dort abgespielt hat war einfach zu krass.
Freitags fuhren wir um 10 Uhr morgens in Fairbanks los. Für den Tag war ab mittags gutes Wetter gemeldet und für Samstag und Sonntag ebenso. Kann also nur ein schöner Trip werden. Als wir um 13 Uhr dann den Anfang des Wanderpfades erreicht hatten und unsere Sachen gepackt hatten sah die Welt noch gut aus. Es hatte aufgehört zu regnen und die Sonne zeigte sich. Also gings voller Elan an den Aufstieg auf den Gebirgskamm. Während dem 90-minütigen Aufstieg entstanden die meisten Bilder, da man hier noch ziemlich weit sehen konnte. Die Wolken kamen aber immer tiefer und Nebel formte sich.
So erreichten wir den Gebirgskamm und kaum oben fing es zu stürmen an. Es regnete von der Seite, der Nebel ließ einen maximal 50 Meter blicken und es windete extrem! Damit waren alle Prognosen für schlechtes Wetter erfüllt, die man auf mehreren Internetseiten bei der Recherche über den Trail finden konnte.
Freitags fuhren wir um 10 Uhr morgens in Fairbanks los. Für den Tag war ab mittags gutes Wetter gemeldet und für Samstag und Sonntag ebenso. Kann also nur ein schöner Trip werden. Als wir um 13 Uhr dann den Anfang des Wanderpfades erreicht hatten und unsere Sachen gepackt hatten sah die Welt noch gut aus. Es hatte aufgehört zu regnen und die Sonne zeigte sich. Also gings voller Elan an den Aufstieg auf den Gebirgskamm. Während dem 90-minütigen Aufstieg entstanden die meisten Bilder, da man hier noch ziemlich weit sehen konnte. Die Wolken kamen aber immer tiefer und Nebel formte sich.
So erreichten wir den Gebirgskamm und kaum oben fing es zu stürmen an. Es regnete von der Seite, der Nebel ließ einen maximal 50 Meter blicken und es windete extrem! Damit waren alle Prognosen für schlechtes Wetter erfüllt, die man auf mehreren Internetseiten bei der Recherche über den Trail finden konnte.
Ab diesem Zeitpunkt sollte es auch für über 12 Stunden nicht mehr mit dem Regen aufhören! Glücklicherweise habe ich eine extrem gute Regenjacke, wasserdichte Schuhe und auch eine wasserabweisende Wanderhose getragen! Die Regenjacke hielt die ganze Zeit dicht, die Schuhe für circa 4 Stunden (es war einfach zuviel Wasser) und meine Hose bis circa 22 Uhr! Dann wurde sie an den Oberschenkeln und Knöchlen durchgenässt. Aber ohne diese Kleidung wäre ich definitiv nach 5 Minuten klatsch nass gewesen. So wares es immerhin 8 Stunden.
Gegen 18 Uhr erreichten wir die erste von zwei kleinen Schutzhütten, die speziell für solches Wetter auf dem Trail konstruiert wurden. Dort pausierten wir kurz, aßen etwas und überlegten dann, ob wir die 8 Meilen (13 km) zur nächsten Hütte heute noch wandern sollen oder hier übernachten sollen. Da 18 Uhr immerhin noch sehr früh war beschlossen wir die nächste Hütte zu erreichen. Geschätzte Ankunftszeit war Mitternacht. Gurndsätzlich wollten wir bei dem Wetter aber in den Holzhütten und nicht in den Zelten übernachten, da am Boden das Wasser stand, es wie gesagt regnete, stürmte und doch ziemlich kalt war. Warum also das Zelt aufstellen wenn man auch in einer relativ warmen Hütte übernachten kann? Also wieder das Gepäck geschultert und Abmarsch!
Gegen 18 Uhr erreichten wir die erste von zwei kleinen Schutzhütten, die speziell für solches Wetter auf dem Trail konstruiert wurden. Dort pausierten wir kurz, aßen etwas und überlegten dann, ob wir die 8 Meilen (13 km) zur nächsten Hütte heute noch wandern sollen oder hier übernachten sollen. Da 18 Uhr immerhin noch sehr früh war beschlossen wir die nächste Hütte zu erreichen. Geschätzte Ankunftszeit war Mitternacht. Gurndsätzlich wollten wir bei dem Wetter aber in den Holzhütten und nicht in den Zelten übernachten, da am Boden das Wasser stand, es wie gesagt regnete, stürmte und doch ziemlich kalt war. Warum also das Zelt aufstellen wenn man auch in einer relativ warmen Hütte übernachten kann? Also wieder das Gepäck geschultert und Abmarsch!
| Das innere der ersten Schutzhütte. |
Mein Begleiter, ein Berufssoldat der U.S. Army unterschätze die Strecke aber etwas. Nach 2 Meilen meinte er, wir müssten bald die zweite Hütte erreichen. Er hatte überhaupt keinen Sinn für die Distanz da er es immer mit einem Lauf der Army auf dem Fort verglich. Dort schafft man nämlich 8 Meilen in einer Stunden. Auf Pinnell Mountain aber nicht.
Teilweise war die Sicht so schlecht, dass wir die nächste Streckenmarkierung (ein einfacher Holzpfosten) nicht mehr sahen und auf Gut Glück 50 Meter idie vermutete Richtung liefen und den Pfeiler gesucht haben. Auch ging es auf Serpentinen den Berg runter und Hoch, die in den 8 Meilen als "gerade Weg" zählten. Und es ging über Geröll (also balancieren), Kies und durch etwas Sumpf.
Letzterer war, um nicht einzusinken, mit Holzlatten ausgelegt. Dann ging es wieder bergauf und die Holzlatten waren wie eine Treppe angeordnet. Durch den Regen waren sie aber extrem rutschig und so geschah es, dass ich zweimal den Abgang machte, mich aber mit meinen Stöcken gut abstützen konnte und nur auf die Knie fiel.
Mein Begleiter hatte weniger Glück. Er rutschte auch zweimal weg und fiel das eine mal ziemlich unglücklich auf die Hüfte. Es tat weh, aber er meinte es geht noch. Aber er wurde immer langsamer.
Teilweise war die Sicht so schlecht, dass wir die nächste Streckenmarkierung (ein einfacher Holzpfosten) nicht mehr sahen und auf Gut Glück 50 Meter idie vermutete Richtung liefen und den Pfeiler gesucht haben. Auch ging es auf Serpentinen den Berg runter und Hoch, die in den 8 Meilen als "gerade Weg" zählten. Und es ging über Geröll (also balancieren), Kies und durch etwas Sumpf.
Letzterer war, um nicht einzusinken, mit Holzlatten ausgelegt. Dann ging es wieder bergauf und die Holzlatten waren wie eine Treppe angeordnet. Durch den Regen waren sie aber extrem rutschig und so geschah es, dass ich zweimal den Abgang machte, mich aber mit meinen Stöcken gut abstützen konnte und nur auf die Knie fiel.
Mein Begleiter hatte weniger Glück. Er rutschte auch zweimal weg und fiel das eine mal ziemlich unglücklich auf die Hüfte. Es tat weh, aber er meinte es geht noch. Aber er wurde immer langsamer.
1 1/2 Meilen (3km) vor der zweiten Hütte rutschte er dann nocheinmal leicht weg und nach einem unglücklichen Ausfallschritt war klar: Er läuft so schnell nirgends mehr hin und braucht einen Arzt. Es war 23 Uhr, schweineklat, regnete, neblig, wir waren irgendwo in Alaska und ich hatte gerade einen Berufssoldaten der U.S. Army kaputt gemacht. Herzlichen Glückwunsch. Das große Los.
Ich transportierte meinen Kumpek zwischen die naheliegenden Felsen, damit sie ihm etwas Rückendeckung gegen was Wetter und vor allem gegen wilde Tiere geben! Dann ließ ich ihm noch 2 Liter Wasser da, half ihm beim Bereiten seines Notlagers (sein Alaska Army Schlafsack), besprach mit ihm den Plan und machte mich auf den Weg.
Der Plan war: Ich wandere die nächsten 3 km zur zweiten Hütte. Ich studiere nochmal die Karte, wärme mich auf, esse etwas und fülle mein Wasser dort auf. Falls nötig schlafe ich 4 Stunden und danach mache ich mich auf den Weg die restlichen 17km zu wandern, den Trail damit zu beenden und an der Strasse Hilfe zu holen. Die Schrotflinte ließ ich ihm da, da ich sie erstens nicht richtig handhaben kann und zweitens mein Bärenspsray habe.
Gegen Mitternacht erreichte ich die zweite Hütte, näherte mich ihr gerade an und dann fing ein Hund das Bellen an. In der Hütte ware schon zwei junge Damen die ich geweckt hatte. Nachdem ich ihnen sagte, dass ich nur kurz mein Wasser auffüllen will und etwas unter dem Vordach der Hütte essen will haben sie mich reingebeten. Dort erzählte ich kurz meine Geschichte und sie hatten ein Not-GPS-Sender dabei. Also wurde der aktiviert, aber die Antwort (ein kleines Lämpchen sollte blinken) blieb aus. Wir wussetn also nicht, ob der Notrif ankam. Nachdem ich dann meine To-Do-Liste auf der Hütte abgearbeitet hatte ging es für mich um 0:30 Uhr wieder raus.
Für mich war eines klar: Ich habe die Energie um den Trail zu beenden. Ich will meinen Kumpel so schnell wie mglich helfen. Ich will gegen 7 Uhr am Ende des Trails sein und ein Auto anhalten, damit ich in die Zivilisation kann und einen Notruf absetzen kann. Das Grundrezept dafür war ganz klar: Ruhig bleiben. Ganz cool bleiben und die letzten 17km einfach eiskalt runterwandern. Nicht schnell, sondern vorsichtig.
Die Mädels meinten nur, man merkt dass ich ein Deutscher bin. Ich hatte einen Plan für jeden weiteren Notfall da draußen, eine gute Ausrüstung mit allem Wichtigen und war total ruhig, fokusiert und diszpliniert. Da gabs ein Kompliment bevor ich losgelaufen war. Aber es war keine Zeit für Komplimente. Es war Zeit für Taten! Männliche Taten! Kompromisslos, humorlos, effektiv.
Da wanderte ich nun. Regen, dichter Nebel, mitten in der Nacht (was ja immer noch hell ist) und eine Strecke von 17km alleine in Alaska. Fernab von jeder Zivilisation. Ich holte nur noch einmal den Foto raus, als der Himmel am Horizont etwas aufklarte. Ansonsten war wandern angesagt.
Auf dem Plan standen nun Lärm machen um Bären zu signalisieren, dass ich komme. Ein Bär meidet nämlich Menschen, sobald man ihn aber überrascht und er sich bedroht fühlt greift er an. Das Bärenspray griffbereit und mit einem "Hello, Hello, Hey bear, I'm here bear!" wurde gewandert. Durch triefnasse Wiesen, Geröll an einem Berghang und einfach so Kies auf dem Bergrücken. Es ging vorran. Man muss nur aufpassen seinen Verstand nicht zu verlieren. Bis auf seine eigene Stimme ist es so still da drausen. Der Nebel isoliert einen noch mehr. Man fühlt sich verloren. Aber an so etwas darf man nicht denken. Sonst hat man verloren.
Die Mädels meinten nur, man merkt dass ich ein Deutscher bin. Ich hatte einen Plan für jeden weiteren Notfall da draußen, eine gute Ausrüstung mit allem Wichtigen und war total ruhig, fokusiert und diszpliniert. Da gabs ein Kompliment bevor ich losgelaufen war. Aber es war keine Zeit für Komplimente. Es war Zeit für Taten! Männliche Taten! Kompromisslos, humorlos, effektiv.
Da wanderte ich nun. Regen, dichter Nebel, mitten in der Nacht (was ja immer noch hell ist) und eine Strecke von 17km alleine in Alaska. Fernab von jeder Zivilisation. Ich holte nur noch einmal den Foto raus, als der Himmel am Horizont etwas aufklarte. Ansonsten war wandern angesagt.
Auf dem Plan standen nun Lärm machen um Bären zu signalisieren, dass ich komme. Ein Bär meidet nämlich Menschen, sobald man ihn aber überrascht und er sich bedroht fühlt greift er an. Das Bärenspray griffbereit und mit einem "Hello, Hello, Hey bear, I'm here bear!" wurde gewandert. Durch triefnasse Wiesen, Geröll an einem Berghang und einfach so Kies auf dem Bergrücken. Es ging vorran. Man muss nur aufpassen seinen Verstand nicht zu verlieren. Bis auf seine eigene Stimme ist es so still da drausen. Der Nebel isoliert einen noch mehr. Man fühlt sich verloren. Aber an so etwas darf man nicht denken. Sonst hat man verloren.
Für mich gab es nur drei Situationen in denen mein Puls sich beschleunigte:
1) Im Neben tauchte ein Objekt auf, dass wie ein Mensch aussah. Durch den peitschenden Wind und Nebel schien es sich zu bewegen. Als ob es Arme hätte. Ich blieb stehen, wusste sofort dass es kein Bär war, griff aber trotzdem zum Bärenspray. Es sah aus wie eine Person in einer Burka. Oder Mutter Maria. Eine Marienerscheinung hätte mir gerade noch gefehlt. Aber es schien sich zu bewegen. Ich hielt inne, ging dann langsam darauf zu und 10 Meter vorher sah ich, dass es ein extrem unglücklich geformter Fels war. Ich war dermassen sauer, dass ich ihn anbrüllte er solle zur Hölle fahren. Muss der mich so erschrecken? Aber das Brüllen tat gut. Es war laut und war ein kleines Druckventil. Danach wieder sammeln, ruhig werden und wieter gehts.
Ich hoffe nur, dass es nicht doch Mutter Maria war und ich sie angebrüllt habe, sie solle zur Hölle fahren. :D
2) Währed ich durch das Geröll ging passierte ich auch zahlreiche Höhlen. Also laut sein und das Bärenspray in der Hand haben. Sicher ist sicher. Aus der einen Höhle kam dann ein Fauchen als ich sie gerade im Abstand von 2 Metern passierte. Ich drehte mich um und sa nur zwei Augen mich anfunkeln. Schutzkappe vom Bärenspray, rihug weiter wandern und mit einem Auge die Höhle im Blick behalten. Es war aber kein Bär. Dafür war die Höhle zu klein. Ich tippe auf einen Wolf, will es im Nachhinein aber nicht genauer wissen.
3) Als ich gerade wieder auf Geröll gelaufen bin und damit wenig felxibel war kamen 6 Caribous einen Hang hoch. Sie standen circa 150 Meter entfernt von mir. Prächtige Tiere. Prächtige Geweihe. Anmutig wie sie über das weite Feld liefen.
Allerdings hatten sie mich bemerkt und mich lange Zeit gemustert. Ich musterte sie auch kurz, wollte dann aber nicht zu nahe komme und sie einfach meiden. Deswegen gab es auch kein Foto. Ich setzte meine Reise fort und behielt sie im Auge. Sie taten esmir gleich. Diesesmal ging mein Puls sowohl wegen etwas Angst aber auch über ihre Scöhnheit hoch. Hoffentlich sehe ich nocheinmal Caribous!
Gegen 4 Uhr, ich hatte noch circa 7 km zu laufen, hörte ich dann einen Helikopter. Ich sah ihn leider nicht, ich hörte ihn nur. Ich konnte aber hören, dass er runter ging, nach 10 Minuten wieder hochging und dann im kreis flog. Er landete wohl an der Hütte, von der das Signal gesendet wurde, wurde von den Mädels informiert und suchte jetzt meinen Kumpel. Ich war beruhigt und dachte, sie haben ihn. Dann brachen plötzlich auch noch Sonnenstrahlen durch die Wokendecke und der Wind trieb den Nebel innerhalb von Minuten vom Berg weg. Ich konnte wieder sehen! Für mich ein Zeichen, dass ich es wohl geschafft habe und alles gut wird! Mit deutschem Liedgut auf den Lippen wie unsere Natinalohmyne, das Steigerlied, Erika, Edelweiß oder Wir lagen vor Madagaskar wollte ich den Rest jetzt einfach runterlaufen und dann am Parkplatz campen. Die Welt sah gut aus!
Zumindest bis 10 Minuten später der Helikopter wieder kam! Er steuerte auf mich zu, drehte dann aber 3 km vor mir richtung Tal ab. "Hoffentlich suchen die jetzt nicht nach mir und retten mich auch noch" ging es mir durch den Kopf. Ich wollte den Trail beenden! Und nicht so kurz vor dem Ende "gerettet" werden!
Wie erwartet flog der Heli den Trail am Ende beginnend ab und suchte mich. Durch meine rote Regenjacke und meinen gelben Regenschutz für meinen Rucksack war ich leicht entdeckt. Ich signalisierte dem Heli: "Ich bin gut! Ich beende den Trail, keine Sorge!".
Sie landeten trotzdem. Es war ein UH-60 Blackhawk der U.S. Army. Ein rotes Kreuz markierte, dass er für Rettungszwecke ist und keine Waffen transportiert und transportieren darf. Die Jungs gingen runter und ein Soldat kam aus dem Heli und fragte, wie es mir geht. "Mir gehts gut" sagte ich. "Habt ihr meinen Kollegen?". Diese Frage wurde verneint. Das war auch der Grund, warum sie nach mir suchten. Ich sollte mit an Bord und ihnen die Stelle zeigen, wo er liegt. Also gings für mich in den Heli und dann ab in die Lüfte. Da der Trail von oben allerdings total anderst aussieht als von unten überflogen wir die Stelle das erste Mal und beim zweiten Mal konnte ich die Stelle genau identifizieren und er konnte geborgen werden. Es stelle sich auf herraus, dass mein Kollege vorher schon mit einer Taschenlampe Signale gab, der Nebel aber zu dicht war um sie zu sehen. Jetzt konnte man zum Glück mehr sehen.
Als zwei Soldaten der vierköpfigen Besatzung dann den Heli verließen um ihn zu holen kam der eine Soldat zurück und schnallte den Defibrillator neben mir ab. "Wehe.." habe ich zu mir gesagt. "Wehe, du brauchst den Defi!". Der Defi wurder aber nur abgeschnallt damit für meinen Kumpel Platz auf dem Sitz war. Also Glück gehabt. Er war soweit warm, sein Schlafsack hingegen war von außen gefroren. Die Teperatruen fielen doch bis zum Gefrierpunkt.
Nachdem wir ihn hatte wäre die nächste Station eigentlich das Krankenhaus. Aber da kann man natürlich mit einer Schrotflinte einfliegen. Deswegen hat mein Kollege die Soldaten überzeugt mich am Auto mit all unserer Ausrüstung abzusetzen. Ich kann das Auto zurück fahren und er wird ins Krankenhaus geflogen. gesagt getan, so war ich gegen 6 Uhr morgens am Auto. Dort standen gerade zufällig drei Jugendliche (20-23) die den Hubschrauber bestaunten. Der eine Soldat half mir unsere Ausrüstung ans Auto zu tragen und lehnte alles mitsamt Schrotflinte an den Jeeps meines Kumpels. Er lief zum Heli zurück und einer der Jugendlichen kam rüber und meinte ohne Kommentar die Schrotflinte in die Hand nehmen zu müssen. Noch voller Adrenalin sagte ich ihm "You better don't touch it or you won't have anything left to touch it." Er stellte die Waffe wieder hin, brummte etwas und ging zu seinem Wagen. Ich hiefte unsere Sachen in unser Auto, realiserte was für einen stupiden Satz ich gerade zu dem Typen gesagt habe, wartete bis die Typen in eine andere Richtung wegfuhren und machte mich selbst auf den Weg. Aber mal ehrlich: Was würdet ihr sagen, wenn ein wildfemder kommt und "eure" Schrotflinte in die Hand nimmt? "Sorry, can you please give me back my shotgun? I really need it!". Da musste ein starkes Statement her und das habe ich wohl gesetzt. Letzendlich wollte ich nur das Ding so schnell wie möglich im Auto verstauen damit es niemand in die Hand bekommt und verduften, ohne dass die drei Typen mir folgen.
Gegen 8 Uhr war ich zurück in Fairbanks. Vor 22 Stunden bin ich gestarten. Ich bin 4 Stunden Auto gefahren, knapp 15 Stunden gewandert und habe dabei 25 von 27 Meilen geschafft. Also 42km von 45 km. Die anderen drei Stunden waren Pause, Helikotperflug oder Auto be- und entladen.
Und ich bin UH-60 der U.S. Army geflogen, einen Jeep gefahren und 17km alleine durch die Wildniss Alaskas gewandert! Alaska - The Last Frontier! Und ich hab durch den nordöstlich von Fairbanks gelegenen Pinnell Mountain Trail meine letzte Grenze wieder ein gutes Stück in die Wildnis geschoben!
PS: Samstagsabends habe ich dann realisiert was für eine Mamutaufgabe ich eigentlich geleistet habe und konnte nachträglich vor Angst nicht einschlafen und habe immer nur den Trail im dichten Nebel vor meinem inneren Auge gesehen. Aber nun konnte ich etwas Angst haben. :D
PS2: Von den Heli-Piloten gabe es danach Anerkennung wie ruhig ich war und auch auf facebook wurde mir von den Freunden meines Kumpels Respekt gezollt. "Man muss da draußen erstmal die Nerven behalten" war die Standardaussage. Und wenn das von Army-Angehörigen und Air-Force-Angehörigen kommt kann man erst einordnen, was man geleistet hat!
Aber genug Selbstbeweyräucherung, sonst muss ich für meinen Rückflug für mein Ego noch einen seperaten Platz buchen!
2) Währed ich durch das Geröll ging passierte ich auch zahlreiche Höhlen. Also laut sein und das Bärenspray in der Hand haben. Sicher ist sicher. Aus der einen Höhle kam dann ein Fauchen als ich sie gerade im Abstand von 2 Metern passierte. Ich drehte mich um und sa nur zwei Augen mich anfunkeln. Schutzkappe vom Bärenspray, rihug weiter wandern und mit einem Auge die Höhle im Blick behalten. Es war aber kein Bär. Dafür war die Höhle zu klein. Ich tippe auf einen Wolf, will es im Nachhinein aber nicht genauer wissen.
3) Als ich gerade wieder auf Geröll gelaufen bin und damit wenig felxibel war kamen 6 Caribous einen Hang hoch. Sie standen circa 150 Meter entfernt von mir. Prächtige Tiere. Prächtige Geweihe. Anmutig wie sie über das weite Feld liefen.
Allerdings hatten sie mich bemerkt und mich lange Zeit gemustert. Ich musterte sie auch kurz, wollte dann aber nicht zu nahe komme und sie einfach meiden. Deswegen gab es auch kein Foto. Ich setzte meine Reise fort und behielt sie im Auge. Sie taten esmir gleich. Diesesmal ging mein Puls sowohl wegen etwas Angst aber auch über ihre Scöhnheit hoch. Hoffentlich sehe ich nocheinmal Caribous!
Gegen 4 Uhr, ich hatte noch circa 7 km zu laufen, hörte ich dann einen Helikopter. Ich sah ihn leider nicht, ich hörte ihn nur. Ich konnte aber hören, dass er runter ging, nach 10 Minuten wieder hochging und dann im kreis flog. Er landete wohl an der Hütte, von der das Signal gesendet wurde, wurde von den Mädels informiert und suchte jetzt meinen Kumpel. Ich war beruhigt und dachte, sie haben ihn. Dann brachen plötzlich auch noch Sonnenstrahlen durch die Wokendecke und der Wind trieb den Nebel innerhalb von Minuten vom Berg weg. Ich konnte wieder sehen! Für mich ein Zeichen, dass ich es wohl geschafft habe und alles gut wird! Mit deutschem Liedgut auf den Lippen wie unsere Natinalohmyne, das Steigerlied, Erika, Edelweiß oder Wir lagen vor Madagaskar wollte ich den Rest jetzt einfach runterlaufen und dann am Parkplatz campen. Die Welt sah gut aus!
Zumindest bis 10 Minuten später der Helikopter wieder kam! Er steuerte auf mich zu, drehte dann aber 3 km vor mir richtung Tal ab. "Hoffentlich suchen die jetzt nicht nach mir und retten mich auch noch" ging es mir durch den Kopf. Ich wollte den Trail beenden! Und nicht so kurz vor dem Ende "gerettet" werden!
Wie erwartet flog der Heli den Trail am Ende beginnend ab und suchte mich. Durch meine rote Regenjacke und meinen gelben Regenschutz für meinen Rucksack war ich leicht entdeckt. Ich signalisierte dem Heli: "Ich bin gut! Ich beende den Trail, keine Sorge!".
Sie landeten trotzdem. Es war ein UH-60 Blackhawk der U.S. Army. Ein rotes Kreuz markierte, dass er für Rettungszwecke ist und keine Waffen transportiert und transportieren darf. Die Jungs gingen runter und ein Soldat kam aus dem Heli und fragte, wie es mir geht. "Mir gehts gut" sagte ich. "Habt ihr meinen Kollegen?". Diese Frage wurde verneint. Das war auch der Grund, warum sie nach mir suchten. Ich sollte mit an Bord und ihnen die Stelle zeigen, wo er liegt. Also gings für mich in den Heli und dann ab in die Lüfte. Da der Trail von oben allerdings total anderst aussieht als von unten überflogen wir die Stelle das erste Mal und beim zweiten Mal konnte ich die Stelle genau identifizieren und er konnte geborgen werden. Es stelle sich auf herraus, dass mein Kollege vorher schon mit einer Taschenlampe Signale gab, der Nebel aber zu dicht war um sie zu sehen. Jetzt konnte man zum Glück mehr sehen.
Als zwei Soldaten der vierköpfigen Besatzung dann den Heli verließen um ihn zu holen kam der eine Soldat zurück und schnallte den Defibrillator neben mir ab. "Wehe.." habe ich zu mir gesagt. "Wehe, du brauchst den Defi!". Der Defi wurder aber nur abgeschnallt damit für meinen Kumpel Platz auf dem Sitz war. Also Glück gehabt. Er war soweit warm, sein Schlafsack hingegen war von außen gefroren. Die Teperatruen fielen doch bis zum Gefrierpunkt.
Nachdem wir ihn hatte wäre die nächste Station eigentlich das Krankenhaus. Aber da kann man natürlich mit einer Schrotflinte einfliegen. Deswegen hat mein Kollege die Soldaten überzeugt mich am Auto mit all unserer Ausrüstung abzusetzen. Ich kann das Auto zurück fahren und er wird ins Krankenhaus geflogen. gesagt getan, so war ich gegen 6 Uhr morgens am Auto. Dort standen gerade zufällig drei Jugendliche (20-23) die den Hubschrauber bestaunten. Der eine Soldat half mir unsere Ausrüstung ans Auto zu tragen und lehnte alles mitsamt Schrotflinte an den Jeeps meines Kumpels. Er lief zum Heli zurück und einer der Jugendlichen kam rüber und meinte ohne Kommentar die Schrotflinte in die Hand nehmen zu müssen. Noch voller Adrenalin sagte ich ihm "You better don't touch it or you won't have anything left to touch it." Er stellte die Waffe wieder hin, brummte etwas und ging zu seinem Wagen. Ich hiefte unsere Sachen in unser Auto, realiserte was für einen stupiden Satz ich gerade zu dem Typen gesagt habe, wartete bis die Typen in eine andere Richtung wegfuhren und machte mich selbst auf den Weg. Aber mal ehrlich: Was würdet ihr sagen, wenn ein wildfemder kommt und "eure" Schrotflinte in die Hand nimmt? "Sorry, can you please give me back my shotgun? I really need it!". Da musste ein starkes Statement her und das habe ich wohl gesetzt. Letzendlich wollte ich nur das Ding so schnell wie möglich im Auto verstauen damit es niemand in die Hand bekommt und verduften, ohne dass die drei Typen mir folgen.
Gegen 8 Uhr war ich zurück in Fairbanks. Vor 22 Stunden bin ich gestarten. Ich bin 4 Stunden Auto gefahren, knapp 15 Stunden gewandert und habe dabei 25 von 27 Meilen geschafft. Also 42km von 45 km. Die anderen drei Stunden waren Pause, Helikotperflug oder Auto be- und entladen.
Und ich bin UH-60 der U.S. Army geflogen, einen Jeep gefahren und 17km alleine durch die Wildniss Alaskas gewandert! Alaska - The Last Frontier! Und ich hab durch den nordöstlich von Fairbanks gelegenen Pinnell Mountain Trail meine letzte Grenze wieder ein gutes Stück in die Wildnis geschoben!
PS: Samstagsabends habe ich dann realisiert was für eine Mamutaufgabe ich eigentlich geleistet habe und konnte nachträglich vor Angst nicht einschlafen und habe immer nur den Trail im dichten Nebel vor meinem inneren Auge gesehen. Aber nun konnte ich etwas Angst haben. :D
PS2: Von den Heli-Piloten gabe es danach Anerkennung wie ruhig ich war und auch auf facebook wurde mir von den Freunden meines Kumpels Respekt gezollt. "Man muss da draußen erstmal die Nerven behalten" war die Standardaussage. Und wenn das von Army-Angehörigen und Air-Force-Angehörigen kommt kann man erst einordnen, was man geleistet hat!
Aber genug Selbstbeweyräucherung, sonst muss ich für meinen Rückflug für mein Ego noch einen seperaten Platz buchen!
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| Ein bärensicheres Fass. Da muss alles geruchsintensive rein. Und es nimmt massig Platz im Rucksack weg. :p |
| Brandon bereitet sich an seinem Jeep vor. |
| Da gings hoch! Der Aufstieg. |
| Brandon und ich. |
| Der Beginn des Trails. |
| Impressionen der Landschaft. |
| Brandon nach 70% des Aufstieges. |
| Wo ist der Weg?!? |
| Bergauf und es zieht zu. |
| Oben angkommen und die Regenkleidung ist angelegt. |
| 3 Uhr morgens, Sonne im Norden. |
| Überall Nebel. |
| Der letzte Schnee. |
| Die rutschigen Treppen. |
| Das Wasser läuft die Planken hinunter. |
| Hier ist der Trail inmitten im Geröll. |
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| Wieder am Auto, im Hintergrund der Heli. |




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